Tinongo

Ringen

Geeignet ab
6 Jahren
Typ der Sportart
KampfsportKraftsport
Einzel- / Mannschaftssport
Einzelsport
Indoor / Outdoor
Indoor
Kosten pro Jahr von / bis
100,- bis 300,-
Zeitaufwand pro Woche
Variiert stark. Ab etwa 3 bis 4 Stunden pro Woche.
Website des Verbands
https://www.ringen.de/
Vereinsübersicht
http://www.ringen.de/verbaende/

Die Sportart

Ringen ist ein wirklich ur-olympischer Sport, der bereits in der Antike fester Bestandteil der olympischen Spiele war. Im Ringen gibt es die beiden Stilarten „Freistil“ und „Griechich-Römisch“. Während beim Freistil-Ringen der gesamte Körper des Gegners als Angriffsfläche genutzt werden darf, dürfen bei Griechisch-Römisch die Angriffe nur oberhalb der Gürtellinie erfolgen.

Während der Wettkampf an sich ein Einzelsport ist und auch Ringen als Einzelsport ausgetragen wird, gibt es auch Mannschaftswettbewerbe, bei denen dann beispielsweise pro Gewichtsklasse jeweils zwei Athleten gestellt werden (je einen pro Ringstil) und nacheinander gerungen wird.

Die Fairness unter den Sportlern wird beim Ringen außerordentlich groß geschrieben. Trotz des direkten körperlichen Kampfes gegeneinander herrscht ein großer Respekt voreinander und ein freundschaftlicher Umgang unter den Athleten ist völlig normal.

Was ist das Ziel?

Das höchste Ziel im Ringen ist der Schultersieg: Ein Ringer, der seinen Gegner mit beiden Schultern auf den Boden drückt, gewinnt sofort. Wenn das keinem Ringer innerhalb der Kampfzeit gelingt, entscheiden die Punkte, die für Aktionen und Angriffe vergeben werden.

Warum Ringen?

Körperbeherrschung

Durch verschiedene Kraft- und Gleichgewichtsübungen sowie durch das Techniktraining lernen Kinder ihren Körper kennen und ihn zu beherrschen.

Fairness

Wie bei vielen Sportarten ist auch beim Ringen die Fairness ein wichtiger Bestandteil des Trainings und der Wettkämpfe: Auch ein festes Regelwerk mit klaren Grenzen trägt zur Ausbildung des Fairnessgedankens bei.

Werte

Unser Sport vermittelt Kindern im täglichen Training Werte wie Teamgeist, Respekt, Ehrgeiz, Toleranz und Rücksichtnahme.

Gesundheit und Fitness

Ringen strengt an – und das ist gut so. Beim Ringkampf werden praktisch alle Muskelgruppen trainiert – Ergebnisse sind eine stabile Muskulatur und effektive Verbrennungsprozesse. Ein regelmäßiges Training ist außerdem nicht nur gut für den Körper, sondern auch für den Geist.

Eigene Grenzen

Durch Trainingskämpfe erkennen junge Sportler oft ihre eigenen Grenzen. Sie lernen aber ebenfalls, die eines anderen einzuschätzen und nicht zu überschreiten.

Sozialisierung und Teamgeist

Ringen ist kein Einzelsport. Im gemeinsamen Training kommen Sportler aus allen Bereichen zusammen. Wir unterstützen uns bei Erfolgen und auch Misserfolgen, zum Beispiel bei Mannschaftskämpfen. Ringer sind Gegner und Freunde gleichermaßen, auf und neben der Matte.

Disziplin

Erfolg kommt nicht von ganz alleine. Auch beim Kampf gegen die Waage lernen Ringer Selbstbeherrschung. Bei der Wiederholung von Übungen und dem Ausdauertraining kommt die Präzision hinzu.

Selbstvertrauen

Seinen eigenen Körper und Geist zu kennen sowie zu trainieren stärkt das Selbstbewusstsein und gibt Selbstsicherheit. Aus Nachwuchsringern werden Persönlichkeiten.

Regeln & Normen einhalten

Wenn einer auf den Schultern liegt, ist der Kampf beendet.

Allgemeines

Ab welchem Alter ist es sinnvoll anzufangen?

Unter der Bezeichnung „Ringen und Raufen“ gibt es bereits Projekte für Kinder im Kindergartenalter. Ab 6 Jahre gibt es Wettkämpfe.

Wie ist die Verteilung Jungen/Mädchen?

Ca. 80 % Jungen und 20 % Mädchen.

Betreiben Jungen und Mädchen den Sport gemeinsam?

In vielen Vereinen trainieren Mädchen und Jungen durchaus gemeinsam.

Zeitaufwand

Wie viele Stunden wird Ringen pro Woche etwa in Anspruch nehmen?

Abhängig von Alter und Leistungsstand.

Wie oft wird trainiert?

Im Regelfall findet das Training zweimal in der Woche statt. Trainingsumfang und –häufigkeit können mit zunehmendem Alter und in Abhängigkeit von den Ambitionen steigen.

Wird Ringen das ganze Jahr betrieben oder gibt es Pausen?

Ganzjährig mit differenzierten Höhepunkten (Individualsport, Mannschaftssport).

Ab welchem Alter gibt es Wettkämpfe?

Bereits ab der E-Jugend (6-8 Jahre) werden Turniere ausgetragen.

Wie viele Wettkämpfe finden in etwa statt?

Mindestens 60 Vereinsturniere pro Jahr (bundesweit verteilt) sowie Wettkämpfe in den einzelnen Ligen des jeweiligen Landesverbandes.

Wie weit sind die Anfahrten zu Wettkämpfen?

Das hängt vom Standort ab, im Süden ist die Turnierdichte höher als im Norden.

Wie sehr kann/muss man sich als Eltern einbringen?

Betreuer, Fahrdienst ,Turnierorganisation, Vorstand Verein etc.

Kosten

Wie hoch sind in etwa die Mitgliedsbeiträge?

ca. 3,- € bis 8,- € Vereinsbeitrag pro Monat.

Welche Ausrüstung muss man selbst besorgen und was kostet diese?

Zu Beginn ist, abgesehen von Hallenschuhen, keine besondere Ausrüstung nötig.
Ringertrikot: ca. 30,- € bis 50,- €
Ringerschuhe: ca. 50,- € bis 70,- €

Wie oft wird neue Ausrüstung benötigt?

Abhängig vom Wachstum des Kindes und vom Verschleiß.

Verbreitung

Wie viele Vereine gibt es?

Bundesweit ca. 450 Vereine.

Gibt es eine Übersicht über alle Vereine?

Eine Vereinsübersicht findet man auf den Seiten der einzelnen Landesverbände.

Wie viele Mitglieder gibt es?

In den Vereinen sind knapp 64.000 RingerInnen organisiert.

Karriere

Gibt es eine Nationalmannschaft?

Es gibt analog der DOSB-Vorgaben Bundeskader für verschiedene Altersklassen und Disziplinen (Freistil, griechisch-römisch, Frauen). Als Nationalmannschaft fungiert das jeweilige Team bei Nationenpreisen oder EM, WM und Olympischen Spielen.

Wie gut ist die Nationalmannschaft?

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio gewann ein deutscher Ringer die Bronzemedaille. Das Team griechisch-römisch gehört derzeit zu den weltweit erfolgreichsten Teams und ist für den World-Cup der acht besten Mannschaften im März 2017 qualifiziert.

Ist Ringen olympisch?

Ja.

Kann man Profi werden?

Als Kaderringer bekommt man die üblichen Förderungen durch Sporthilfe, OSP und Stiftungen. Es gibt ferner die Möglichkeit, bei der Bundeswehr als Sportsoldat/in aufgenommen zu werden. Auch Polizei und Feuerwehr bieten teilweise Unterstützung durch Sportfördergruppen.

Gesundheit

Wie hoch ist das Verletzungsrisiko?

Durchschnittlich.

Welche Verletzungen sind typisch?

Zerrungen, Prellungen, Platzwunden (selten).

Gibt es gesundheitliche Spätfolgen?